Graphisches Assistenzsystem für die interdisziplinäre Entwicklung von produktionstechnischen Systemen – Smarte Werkbank

Projektlaufzeit: 1.10.2016 bis 30.9.2020

Projektträger / Zuwendungsgeber: Sächsische Aufbaubank, gefördert aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) im Freistaat Sachsen

Produktionstechnische Verfahren werden zunehmend komplexer. Verschiedene Prozesse, Anlagen und Maschinen werden mehr und mehr verknüpft. Dies wirkt sich bereits auf den Entwicklungsprozess von produktionstechnischen Maschinen und Anlagen aus und erfordert ein aufeinander abgestimmtes Vorgehen der beteiligten Fachbereiche.

Das Ziel des Forschungsprojekts "Smarte Werkbank" ist die Entwicklung eines graphischen Assistenzsystems zur Unterstützung des interdisziplinären Entwicklungsprozesses von produktionstechnischen Systemen. Dabei stehen sowohl die Verbesserung der fachübergreifenden Kommunikation als auch der Umgang mit vielfältigen Informationen und deren fachspezifische Visualisierung im Fokus des Projektteams. Bestehende individuelle Vorgehensmodelle der einzelnen Fachbereiche sollen vernetzt und durch neue Modelle der interdisziplinären Zusammenarbeit ergänzt werden.

Das grafische Assistenzsystem stellt ein zentrales Werkzeug zum kollaborativen Arbeiten im Entwicklungsprozess von Maschinen und Anlagen dar. Es soll die bei der Entwicklung beteiligten Akteure und entstehenden Daten und Informationen koordinieren und die Entwicklungszeit durch eine deutlich verbesserte Synchronisation der Arbeitsabläufe reduzieren.

Im Kern ist das grafische Assistenzsystem als Software-Demonstrator konzipiert, welcher perspektivisch auf verschiedenen Endgeräten lauffähig sein soll, um der Digitalisierung und der verstärkten Nutzung von mobilen Geräten gerecht zu werden. Mit exemplarischen Assistenzfunktionen und intuitiven Visualisierungsformen werden das Wissens-, Projekt- und Datenmanagement sowie die interne Kommunikation der Akteure im Entwicklungsprozess adressiert.

Am Forschungsprojekt wirken insgesamt fünf Institute der TU Dresden, das Fraunhofer IVV Dresden sowie sechs KMUs (klein- und mittelständische Unternehmen) mit. Am Fraunhofer IVV Dresden wird eine effektive Methode zur Entwicklung von innermaschinellen Verfahren erarbeitet. Einerseits werden dazu alle benötigten Informationen aus dem Projekt zielgenau bereitgestellt. Andererseits wird bei der Variantenfindung und -bewertung Erfahrungswissen aus früheren Projekten und aus allen am Entwicklungsprozess beteiligten Bereiche einbezogen. Damit werden durch eine fundierte Entscheidungsfindung kosten- und zeitintensive Änderungen und Iterationsschleifen im Entwicklungsprozess erheblich reduziert.