Entwicklung von Omega-3-Lebensmittel

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Essentielle Omega-3-Fettsäuren wie Docosahexaen- (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) sind für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Sie spielen eine große Rolle zum Aufbau von Herz-, Hirn- und Nervenzellen und senken vor allem das Herzinfarktrisiko.

Als Hauptquelle gilt fetthaltiger Seefisch wie Makrele, Hering und Lachs. Um den Körper ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen, müsste wöchentlich ca. 150 bis 200 Gramm Fisch verzehrt werden. In den meisten Regionen Deutschlands liegt der Verzehr weit unter diesem Wert.

Um die Versorgung der Bevölkerung mit den gesundheitsfördernden Fettsäuren zu verbessern, hat das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV ein Verfahren entwickelt, mit dem unterschiedliche Lebensmittel damit angereichert werden können.

Omega-3-Fettsäuren sind normalerweise geruchsneutral. Kommen sie allerdings mit Sauerstoff in Kontakt, tritt sofort ein Oxidationsprozess in Gang. Die dabei entstehenden Abbauprodukte entwickeln einen fischähnlichen Geschmack bzw. Geruch. Dieser Vorgang machte es bisher schwierig, Omega-3-Fettsäuren für die Lebensmittelproduktion zu nutzen.

Mit dem Verfahren des Fraunhofer IVV lassen sich die empfindlichen Fettsäuren vor Oxidation schützen. Dazu werden die Fettsäuremoleküle mit Proteinen umhüllt und zusammen mit pflanzlichen Antioxidantien und Rapsöl emulgiert. Die Omega-3-Fettsäuren werden so vor dem Kontakt mit Sauerstoff geschützt und bleiben dauerhaft in ihrer geruchs- und geschmacksfreien Form bestehen. So können unterschiedlichste Lebensmittel mit diesen gesundheitsfördernden Fettsäuren angereichert werden, ohne dass deren Geschmack beeinträchtigt wird.

Im Handel erhältlich sind bereits verschiedene beliebte Wurstsorten, die mit Omega-3-Fettsäuren angereichert sind. Weitere häufig verzehrte Lebensmittel wie z. B. Pizza, Nudeln oder Brot befinden sich gerade in der Entwicklung.