Newsletter 1/2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

in dieser Ausgabe informieren wir Sie über Projekte aus unserem Institut und bevorstehende Gelegenheiten, auf Messen und Veranstaltungen mit unseren Experten ins Gespräch zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Agulla
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
Presse und Öffentlichkeitsarbeit

 

Fluoriszierendes optisches Messsystem zur Schichtdickenmessung organischer Folienbeschichtungen
© Foto Fraunhofer IVV

Optisches Messsystem zur Inline-Kontrolle von Schichtdicke und Vernetzung organischer Beschichtungen

Besuchen Sie uns auf der ICE Europe vom 21.-23. März 2017 in München

Auf der International Converting Exhibition Europe ICE zeigen wir Lösungen für Folien und das effiziente Steuern von Beschichtungsprozessen. In Halle A5 am Stand 1031 stellen wir neue Funktionen und beschleunigte Messverfahren vor. Mit einem kostengünstigen optischen Messverfahren können Beschichtungsprozesse zukünftig zu hundert Prozent gesteuert und kontrolliert werden. Unser neu entwickeltes Ultrabarrieremessgerät beschleunigt die Qualitätskontrolle von Hochbarriereverbunden zur Einkapselung von flexiblen Solarzellen bzw. Elektronik um den Faktor 3 bis 4. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie wir die Hochbarrieretechnologie mit Atomlagenabscheidung weiter optimieren.

[Weitere Informationen]

Auf der ICE-Konferenz informieren wir Sie am 21. März 2017 mit einem Vortrag von Ferdinand Ruess, Titel „Inline optical measurement of crosslinking degree and layer thickness for coating process control” und am 22. März 2017 von Dr. Esra Kucukpinar, Titel „Ready-to-laminate, Self Adhering High Barrier Films”.

Wir würden uns sehr freuen, Sie auf der ICE Europe zu treffen. Gerne vereinbaren wir einen Termin mit Ihnen an unserem Stand.

Ansprechpartnerin: Karin Agulla
Telefon +49 8161 491-120
karin.agulla@ivv.fraunhofer.de

 

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Praxisseminar „Gestaltung und Design von Verpackungen – Vom Material zum Verbraucher"

Referenten aus Industrie und Forschung zeigen am 30. März 2017, was bei der Entwicklung von Verpackungen beachtet werden muss. Berücksichtigt werden dabei die Interessen von Herstellern, Verbrauchern und des Handels. Das Fraunhofer IVV lädt zu diesem Praxisseminar nach Freising ein und bietet den Teilnehmern neben den Vorträgen und einer Diskussionsrunde auch die Gelegenheit, bei einem Rundgang durch das Institut die Forschungs- und Technikumsanlagen zu besichtigen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e.V. (IVLV) statt.

[Weitere Informationen]

Zwei Varianten des Mobile Cleaning Device: selbstfahrend oder auf Förderband
© Foto Fraunhofer IVV

Zwei Varianten des Mobile Cleaning Device: selbstfahrend oder auf Förderband

Neue Systeme für effiziente Prozesse auf der interpack 2017

Das Fraunhofer IVV Dresden stellt während der interpack vom 4.-10. Mai 2017 in Düsseldorf auf dem Messestand des VDMA in Halle 5, Stand J38 zwei neue Systeme zur effizienten Prozessführung vor: ein neuartiges mobiles Reinigungsgerät für Verarbeitungsanlagen und ein selbstlernendes Assistenzsystem, mit dem die Beseitigung von Störungsursachen unterstützt wird.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Presseinformation.


Darüber hinaus unterstützen wir Sie mit Effizienzanalysen von Verarbeitungsanlagen und bei der Analyse und Optimierung Ihrer Reinigungsvorgänge.

Über Ihren Besuch am Stand würden wir uns sehr freuen. Gerne vereinbaren wir einen Termin mit Ihnen vor oder auch nach der Messe.

Ansprechpartnerin: Andrea Liebmann
Telefon +49 351 43614-40
andrea.liebmann@ivv-dresden.fraunhofer.de

Kunststoffrezyklate
© Foto Fraunhofer IVV

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Charakterisierung und Optimierung von Gerüchen in Kunststoffen und Rezyklaten

Der erneute Einsatz von Sekundärrohstoffen scheitert häufig nicht nur an den mechanischen und verarbeitungsrelevanten Eigenschaften der Rezyklate, sondern auch an den enthaltenen geruchsaktiven Substanzen. Mit neuen grundlegenden Erkenntnissen des Fraunhofer IVV zu den Strukturen und Eigenschaften der ursächlichen Geruchsstoffe werden Vorläufermoleküle und Bildungswege erschlossen. Auf dieser Basis können Aufbereitungsprozesse für Kunststoffabfälle hinsichtlich einer Geruchsminimierung in den resultierenden Rezyklaten optimiert werden.

In Deutschland fallen jährlich mehrere Millionen Tonnen post-consumer Kunststoffverpackungsabfälle an. Davon werden fast 50 % verbrannt. Anstelle dieser energetischen Verwertung schützt werkstoffliches Recycling nicht nur fossile Ressourcen, sondern auch die Umwelt langfristig. Ein neues Verpackungsgesetz mit höheren Recyclingquoten ist in Planung und die Entwicklung von nachhaltigen Materialien und Produkten rückt immer mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung. Noch finden jedoch Rezyklate aufgrund ihrer minderwertigen Qualität und unerwünschten Kontaminanten nur selten Anwendung. Daher entwickelt und optimiert das Fraunhofer IVV Recyclingverfahren für gemischte post-consumer Kunststoffverpackungsabfälle. Im Mai 2016 starteten die Abteilungen Analytische Sensorik und Verfahrensentwicklung Polymer-Recycling sensorische Bewertungen von Probenmaterialien durch ein geschultes Sensorikpanel und chemisch-analytisch-olfaktorische Untersuchungen der Geruchsstoffe.

In einer ersten Studie unter der Leitung von Prof. Andrea Büttner wurden Geruchsstoffe aus post-consumer Kunststoffverpackungsabfall analysiert. Die nachgewiesen Substanzen wiesen neben einer großen Strukturvielfalt auch eine Vielzahl an Geruchsqualitäten auf. Einige dieser geruchsaktiven Komponenten konnten im Rahmen dieser Untersuchungen zum ersten Mal in Kunststoffmaterial identifiziert werden. Außerdem zeigten die Ergebnisse, dass neben Migration und Kontamination mit Geruchsstoffen aus Füllgütern, auch mikrobiologisch induzierte Verderbsprozesse, die Alterung des ursprünglichen Kunststoffprodukts selbst sowie Abbauprodukte von Restgehalten an Produktionsrückständen (Restmonomere, -lösungsmittel, Additive,…) mögliche Bildungswege und Quellen von Geruchsstoffen darstellen.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage und in einem Artikel.

Ansprechpartnerin: Miriam Strangl
Telefon +49 8161 491-312
miriam.strangl@ivv.fraunhofer.de

© Foto Fraunhofer IVV

Mit Botrytis cinerea befallene Trauben

© Foto Fraunhofer IVV

Mit Erysiphe necator befallene Trauben

Forschungsprojekt zum Einfluss der Fäulnis von Trauben auf das Most- und Weinaroma

Da eine Fäulnisbildung bei Trauben einen großen Einfluss auf die Most- und Weinqualität ausübt, wurden die Hauptaromakomponenten in Mosten aus gesunden und mit Botrytis (B.) cinerea und Erysiphe (E.) necator befallenen Trauben durch Einsatz der Gaschromatographie-Massenspektrometrie in Kopplung mit der Olfaktometrie untersucht. Dabei zeigte sich, dass B. cinerea neben verschiedenen erdig riechenden Substanzen auch zu fruchtigen und floralen Aromanoten führte. Im Gegensatz zu anderen Forschungsarbeiten konnte kein deutlicher Unterschied in der Konzentration erdig/pilzig wirkender Komponenten durch die Infektion mit E. necator festgestellt werden. Die Auswirkungen auf das Weinaroma werden deshalb mit weiteren Analysen zur Bestimmung der Mengenverhältnisse der gebildeten Aromastoffe und deren Einfluss auf das Gesamtaroma in einem gemeinsamen Forschungsprojekt beleuchtet. Projektleiterin ist Prof. Andrea Büttner, die im Fraunhofer IVV die Analytische Sensorik leitet. Durchgeführt wird die Forschungsarbeit in Zusammenarbeit mit ihrer Professur für Aromaforschung am Department Chemie und Pharmazie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Arbeiten laufen seit 2014 im Rahmen der Promotion von Angela López-Pinar und in Kooperation mit Prof. Doris Rauhut vom Institut für Mikrobiologie und Biochemie und Prof. Ernst Rühl vom Institut für Rebenzüchtung der Hochschule Geisenheim. Die Promotionsarbeit von Angela Lopez-Pinar wurde an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durch die Bayerische Forschungsstiftung gefördert.

Die Forschergruppen beschäftigen sich generell mit dem Einfluss mikrobieller und klimatischer Bedingungen auf das Aroma von Wein. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung, da das Aroma von Wein je nach Sorte und Standort sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden kann. Das Ziel der kooperierenden Forscher ist es, die zugrunde liegenden Mechanismen aufzuschlüsseln und Strategien für Weinproduzenten abzuleiten, wie mit diesen veränderten Rahmenbedingungen umzugehen ist.

Folgende Artikel zu dem Forschungsprojekt sind erschienen bzw. zur Publikation akzeptiert:

A. Lopez Pinar, D. Rauhut, E. Ruehl, A. Buettner. Effects of Botrytis cinerea and Erysiphe necator fungi on the aroma character of grape must: A comparative approach. Food Chemistry 2016, 207, 251-260, doi: 10.1016/j.foodchem.2016.03.110

A. Pinar, D. Rauhut, E. Ruehl, A. Buettner. Effects of bunch rot (Botrytis cinerea) and powdery mildew (Erysiphe necator) fungal diseases on wine aroma. Frontiers, Food Chemistry section 2017, accepted

Weitere Informationen zur Analytischen Sensorik im Fraunhofer IVV und der Professur für Aromaforschung.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Andrea Büttner
Telefon +49 8161 491-715
andrea.buettner@ivv.fraunhofer.de

FoodConnects – neue Ideen entlang der Wertschöpfungskette Lebensmittel

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) hat mit „FoodConnects“ die Voraussetzungen geschaffen, neue Ideen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Lebensmittel voranzubringen.

An FoodConnects sind namhafte Unternehmen, Forschungsinstitutionen, wie die Fraunhofer-Gesellschaft unter der Koordination des Fraunhofer IVV und verschiedene Hochschulen beteiligt. Dieser Verbund zielt darauf ab, eine nachhaltige Lebensmittelkette vom Rohstoff bis zum Verbraucher zu fördern. Die Partner möchten gemeinsam die Art und Weise verändern, wie wir gegenwärtig unsere Lebensmittel produzieren, verteilen und konsumieren, um so auch zukünftig die Versorgung mit sicheren und gesunden Lebensmitteln zu gewährleisten.

Die vier Innovationsprogramme von EIT Food fokussieren auf die individuelle, gesunde Ernährung, die Digitalisierung des Ernährungssystems, die Entwicklung von verbraucherorientierten Lieferketten und die Einführung neuer Technologien in Landwirtschaft, Verarbeitung und in Einzelhandel sowie ressourceneffiziente Prozesse. In den kommenden sieben Jahren werden die Partner nahezu 1,2 Milliarden Euro investieren, abgestimmt auf die bis zu 400 Millionen Euro finanziert vom EIT. Die groß angelegte Initiative mit Sitz in Belgien wird durch fünf gemeinsame Zentren in Europa, eines davon mit Sitz in Freising an der Technischen Universität München, unterstützt und im Frühjahr 2017 die Arbeit aufnehmen.

[Weitere Informationen]

Ansprechpartnerin: Karin Agulla
Telefon +49 8161 491-120
karin.agulla@ivv.fraunhofer.de

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