Biotechnologie: Nachhaltigkeit, die industriell funktioniert
Biobasierte Esteröle für Hydraulikanwendungen und photoprotektive Wirkstoffe aus Algen zeigen, wie vielseitig Biotechnologie heute bereits eingesetzt werden kann. Genau an solchen Lösungen arbeiten wir in unseren Laboren. Mit Hilfe biologischer Systeme, Mikroorganismen und Enzyme lassen sich industrielle Prozesse gezielt steuern – effizient, ressourcenschonend und mit Blick auf Kreislauffähigkeit.
Unternehmen aus den verschiedensten Branchen suchen aktuell nach genau solchen Lösungen, ohne bei Performance oder Wirtschaftlichkeit Abstriche zu machen. Dass dies möglich ist, zeigen zwei aktuelle Forschungsprojekte unseres Teams.
So entwickeln wir im Projekt »EnTE« ein biobasiertes Esteröl für Hydraulikanwendungen. Der gewählte Ansatz setzt direkt bei der Herstellung an: Pflanzliche Rohstoffe und Nebenströme aus der Pflanzenölraffination werden dafür mithilfe von Enzymen effizient zu biologisch abbaubaren Hochleistungsschmierstoffen umgesetzt. Der Prozess ist ressourcenschonend und auf industrielle Skalierbarkeit ausgelegt.
Ebenso anwendungsorientiert ist die Entwicklung von biobasierten UV-Schutzstoffen aus Algen. Im Projekt »MycoNoS« werden Mikroalgen und Cyanobakterien biotechnologisch kultiviert, um Mycosporin-ähnliche Aminosäuren zu produzieren. Diese natürlichen photostabilen Moleküle absorbieren die UV-Strahlung effizient. Im Fokus stehen neben der Wirkstoffentwicklung auch die skalierbare Aufreinigung und die Integration in kosmetische Formulierungen.
Biotechnologie eröffnet vielfältige Möglichkeiten für innovative und nachhaltige Produkte. Wenn Sie an einer biotechnologischen Lösung für Ihre Anwendung interessiert sind, sprechen Sie uns an.
Letzte Änderung:
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV