Aktuelles

Sensorische Optimierung von alkoholfreiem Bier

Alkoholfreies Bier in drei Laborgläschen

Wegen seiner unangenehmen Bitternote und anderen Fehlaromen kommt alkoholfreies Bier an das alkoholhaltige Original geschmacklich meist nicht heran. Wissenschaftler von unserem Institut und der Technischen Universität München möchten das nun ändern. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Forschungsprojektes steht die Stimulation des trigeminalen Nervs durch gezielt eingesetzte, geschmacksverbessernde Substanzen.

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Die Firma Zentis übernimmt Anteile an der Elosun GmbH

Sonnenblumenfraktionen

Der Lebensmittelhersteller Zentis hat einen unteren Millionenbetrag in unser Spin-off Elosun investiert. Mit dieser Beteiligung sichert sich das Aachener Familienunternehmen das innovative Know-How des Start-ups im Bereich pflanzlicher Lebensmittelproteine. Unter dem Markennamen SUNBLOOM produziert und vermarktet Elosun pflanzliche Proteine aus Sonnenblumenkernen, wobei es ein in unserem Institut entwickeltes Verfahren einsetzt. Die dabei gewonnenen Sonnenblumenproteine kommen vor allem bei veganem Fleischersatz und alternativen Milchprodukten zum Einsatz.

Weitere Informationen zu unseren Entwicklungen im Bereich funktionelle Lebensmittelzutaten finden Sie hier.

Newsletter 1/2019

Abfüllanlage in einer Molkerei
© branex/Shotshop.com

Mikrobiologische Validierung zur Qualitätssicherung von hygienischen und aseptischen Abfüllanlagen

In Abhängigkeit des Füllguts und der angestrebten Haltbarkeit werden hohe mikrobiologische Anforderungen an hygienische und aseptische Abfüllanlagen der lebensmittelproduzierenden und pharmazeutischen Industrie gestellt. Wir beraten Sie bei der Auswahl der Anlagen, der Klassifizierung nach VDMA und unterstützen Sie bei vertraglichen Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunden.

Neben der technischen Qualifizierung muss die Leistungsfähigkeit der hygienischen und sterilen Prozesse der Anlagen validiert werden. Wir unterstützen Sie bei der Werksabnahme (Factory Acceptance Test, FAT) und Inbetriebnahme (Site Acceptance Test, SAT) und führen die notwendigen mikrobiologischen Versuche durch. Die Leistungsfähigkeit von Entkeimungsvorrichtungen für Maschine, Produkt und Packmittel prüfen wir mit Challenge-Tests, Media-Fills und Standtests stets entsprechend der gültigen Regularien nach VDMA, GMP und FDA. Auch periodische Revalidierungen gehören zu unserem Angebot.

Sie benötigen Unterstützung bei der Durchführung von mikrobiologischen Validierungen im Rahmen der Prozessentwicklung, -optimierung oder Maschinenbeschaffung? Dann sprechen Sie uns an.

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Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Peter Muranyi
Telefon: +49 8161 491-629

peter.muranyi@ivv.fraunhofer.de

Lebensmittel in recyclingfähigen Verpackungen verpackt
© Fraunhofer IVV

Recyclingfähige Verpackungen gestalten mit Shelf-Life Modellen

Wie lange ist ein Lebensmittel in einer bestimmten, recyclingfähigen Verpackung haltbar? Um diese Frage schnell und zuverlässig zu beantworten, entwickeln wir für Sie Shelf-Life Modelle. Vor allem im Hinblick auf die Umstellung von Verpackungsmaterialien infolge des neuen Verpackungsgesetzes bieten sie eine wichtige Hilfestellung. Die Simulations-Modelle ersparen aufwendige Tests und ermitteln die für das jeweilige Lebensmittel erforderlichen Barriereeigenschaften. Dabei können auch wichtige chemische Verderbsprozesse wie Autoxidation, Photooxidation oder Wasseraufnahme bzw. -verlust berücksichtigt werden. Die Haltbarkeit Ihrer Produkte sagen wir damit für neue und besser recyclingfähige Verpackungen bei unterschiedlichen Verpackungsszenarien sicher vorher.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wir beraten und begleiten Sie bei der Gestaltung einer exakt auf Ihre Produkte ausgerichteten, recyclingfähigen Verpackung.

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Ansprechpartner:
Dr. Matthias Reinelt
Telefon: +49 8161 491-629

matthias.reinelt@ivv.fraunhofer.de

Porträtfoto von Prof. Dr. Jessica Freiherr
© Fraunhofer IVV

Prof. Dr. Jessica Freiherr erhält Professur an der Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Jessica Freiherr wurde zum 1.1.2019 als W2-Professorin für Neurowissenschaften der sensorischen Wahrnehmung an das Universitätsklinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg berufen. Im Fraunhofer IVV leitet sie weiterhin die Gruppe »MultiSense«. Im Gegensatz zur konventionell betriebenen sensorischen Analyse mit dem Fokus auf der Untersuchung der Geruchs- und Geschmacks- oder auch Texturkomponenten untersucht sie mit ihrem Team die ganzheitliche Wahrnehmung von Produkten. Mit der Kombination von multisensorischen Einflussgrößen lassen sich Produkteigenschaften gezielt optimieren. Die Akzeptanz und Präferenz von Lebens- und Genussmitteln sowie von Kosmetika und der initialen Kaufentscheidungen werden dabei auch in Zusammenhang mit der Verpackung betrachtet.

Als Expertin auf dem interdisziplinären Forschungsgebiet der Multisensorik wird Frau Prof. Freiherr weiterhin unsere Initiative »Campus der Sinne« mitgestalten und das Thema der Digitalisierung aller menschlichen Sinneserfahrungen maßgeblich weiterentwickeln.

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Zur Initiative »Campus der Sinne«

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Jessica Freiherr
Telefon: +49 8161 491-302

jessica.freiherr@ivv.fraunhofer.de

Wissenschaftler am Schreibtisch mit zwei Bildschirmen, auf denen eine SIMKOR Reinigungssimulation und das Fraunhofer IVV Logo zu sehen ist.
© Fraunhofer IVV

Reinigung 4.0 in der Fleischverarbeitung – höhere Effizienz mit Roboter und Simulationssoftware

Besuchen Sie uns auf der internationalen Leitmesse der Fleischwirtschaft IFFA vom 4. bis 9. Mai 2019 in Frankfurt. Dort zeigen wir Ihnen, wie sich Anlagen der Fleischverarbeitung mit neuen Technologien effizient reinigen lassen. Ein flexibel einsetzbarer, mobiler Reinigungsroboter erledigt dies bei gleichzeitiger Zeit- und Kostenersparnis. Die schnelle und effiziente Auslegung von Spritzreinigungssystemen ermöglicht eine innovative Simulationssoftware. Sie gewährleistet eine sichere und genau auf den Bedarf ausgerichtete Reinigung. Bereits bei der Anlagenkonzeption erspart sie aufwendige Tests.

Beide Technologien präsentieren wir in der VDMA Technologie-Lounge in Halle 11.1, Stand B41. Auch vor oder nach der Messe stehen wir Ihnen zur Verfügung. Vereinbaren Sie gern einen Termin mit uns!

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Ansprechpartner:
Max Hesse
Telefon: +49 351 43614-53

max.hesse@ivv-dresden.fraunhofer.de

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Technofunktionelle Proteine aus Reststoffen der Pflanzenverarbeitung

Mit unseren industriell einsetzbaren Extraktions- und Fraktionierungsprozessen erweitern wir die Nutzung proteinhaltiger Nebenprodukte. Beim Verarbeiten von pflanzlichen Rohstoffen fallen sie in großen Mengen an, bleiben jedoch bisher weitgehend ungenutzt. Reste der Rapsölgewinnung, sogenannte Rapsschrote und -presskuchen beispielsweise, werden zum Teil als Futtermittel genutzt. Durch die enthaltenen Bitterstoffe und eine schlechte Verdaubarkeit ist diese Art der Verwertung allerdings begrenzt.

In dem Kooperationsprojekt TeFuProt gewinnen wir die Eiweiße aus den Resten der Rapsölproduktion für den Einsatz in unterschiedlichen Produkten. Ziel ist es, durch die Kombination verschiedener Extraktions- und Modifikationsprozesse Proteinpräparate mit jeweils anwendungsspezifischen Technofunktionalitäten zu gewinnen. Ergänzend untersuchen wir, wie diese Proteine optimal in Formulierungen aus den unterschiedlichen Anwendungs-Branchen eingearbeitet werden können. So werden die Proteine als Grund- oder Zusatzstoff in Farben, Lacken, Reinigungsmitteln, Schmierstoffen, Klebstoffen oder Polymeren nutzbar.

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Ansprechpartnerin:
Andreas Fetzer
Telefon: +49 8161 491-423

andreas.fetzer@ivv.fraunhofer.de

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