Biobasierte Kunststoffe als Verpackung für Lebensmittel

Nudeln in Folie

Projektlaufzeit: 1.4.2016 bis 31.12.2017

Projektträger / Zuwendungsgeber:
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR / Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL

Biobasierte Kunststoffe weisen häufig physikalisch-chemische Eigenschaften (z. B. Luft-, Dampf-, Sauerstoffdurchlässigkeit, Modulus, etc.) auf, die sie gerade für die Verpackung von Lebensmitteln besonders geeignet er­scheinen lassen. Dennoch sind sie auf dem deutschen Markt mengenmäßig noch wenig präsent.

Um ihren Einsatz schrittweise zu steigern und somit die Nachhaltigkeit in der Lebensmittelverpackungsbranche zu erhöhen, fertigt das Fraunhofer IVV in Kooperation mit dem Institut für Energie-und Umweltforschung ifeu und der narocon Innovationsberatung die Studie „Biobasierte Kunststoffe als Verpackung von Lebensmitteln“ an. Hintergrund ist die Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung, mit der ein schrittweiser Wechsel zu einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaft angestrebt wird.

Ziel des Projekts ist es, den Handlungsbedarf zu ermitteln, um den Einsatz biobasierter Kunststoffverpackungen mit Lebensmittelkontakt zu verstärken. Dazu werden die aktuelle deutsche Marktsituation und die Marktpotenziale für biobasierte Kunststoffverpackungen im Lebensmittelbereich sowie bestehende Hemmfaktoren für eine Anwendung ermittelt.

Aufgrund der langjährigen Forschungserfahrung im Bereich Biopolymere kann das Fraunhofer IVV biobasierte Verpackungsmaterialien auf ihre technisch-funktionellen Eigenschaften einstufen und ihre Eignung für unterschiedliche Lebensmittelprodukte bewerten. Auch die lebensmittelrechtliche Konformität der Materialien kann am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV eingestuft werden.

Von den beiden weiteren Projektpartnern werden mögliche gesundheitsrelevante Aspekte sowie die Umweltauswirkungen über den gesamten Lebensweg der biobasierten Kunststoffverpackungen inklusive der Entsorgung beleuchtet.

In Kooperation erstellen alle Partner unter Berücksichtigung der dargestellten Einflussfaktoren spezifische Handlungsempfehlungen, die dazu geeignet sind, die Akzeptanz und die Verwendung von Biokunststoffen als Lebensmittelverpackung zu stärken.