Es braucht neues Material für optimale Verpackungen

News / 27. Juli 2020

Prof. Marek Hauptmann ist neuer Gruppenleiter Verarbeitungstechnologien des Fraunhofer IVV in Dresden

Im März 2020 hat Prof. Dr.-Ing. habil. Marek Hauptmann als neuer Gruppenleiter das Forschungsgebiet Verarbeitungstechnologien am Institutsteil Verarbeitungstechnik des Fraunhofer IVV übernommen.

Mit seinen Experten-Teams forscht und entwickelt er in den Themenfeldern Analyse und Optimierung maschineller Bahnlaufprozesse, Formprozesse sowie Siegel- und Schweißprozesse –vorwiegend für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie.

Prof. Hauptmann bringt aus seiner bisherigen wissenschaftlichen Laufbahn umfangreiche Kompetenzen aus dem Fachgebiet der 3D-Umformtechnik flexibler, faserbasierter Materialien mit. Seine engen beruflichen Verbindungen sowohl zur TU Dresden als auch zur Steinbeis-Hochschule ermöglichen Synergieeffekte der Forschungskompetenzen, von denen alle Partner des Fraunhofer IVV gleichermaßen profitieren können.

 

Welche Forschungsthemen werden für die Gruppe Verarbeitungstechnologien in den nächsten Jahren besonders relevant sein?

 

Der Kreislaufgedanke der Materialien und die entsprechend nötige konstante Anpassung der Prozesse bei der Verpackungsherstellung beziehungsweise die daraus resultierende Umgestaltung von Verpackungslösungen sehe ich als eine der Hauptherausforderung für die nächste Zeit. Schwerpunkte sind dabei die Vermeidung von dauerstabilen Kunststoffen beziehungsweise ihrer Bestandteile in der Natur, eine optimale Kaskadennutzung der Materialien und der Erhalt ihrer stofflichen Qualität sowie als weiterer Punkt natürlich die Minimierung des Einsatzes von Ressourcen und den damit verbunden minimierter Umwelt-Impact.

All diese Bereiche sind natürlich eng verflochten mit dem „großen“ Thema Digitalisierung beziehungsweise Industrie 4.0. Hier bieten sich noch eine Menge ungenutzter Möglichkeiten bei der Verbesserung von Verfügbarkeit und Ressourceneffizienz in der gesamten Wertschöpfungskette und vor allem im Hinblick auf die Entwicklung praxisrelevanter Anwendungsmöglichkeiten.

Wir haben die Vision, in den nächsten Jahren zu dem führenden Institut für zukunftsweisende und kreative Weiterentwicklungen bei Verpackungstechnologien und -maschinen zu werden. Gleichzeitig sehen wir ein großes Potential dafür, dass unsere Forschungsergebnisse und Entwicklungen zunehmend übergreifend in anderen Branchen Anwendungen finden. Dafür sind wir am Fraunhofer IVV bereits sehr gut aufgestellt, da unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit an nahezu allen Schritten der Prozesskette ansetzt.

 

Welche Technologien würden Sie dafür gern erfinden?

 

Am liebsten wären das für mich Technologien und Maschinenlösungen die es ermöglichen, ein völlig neuartiges Material, welches die Vorteile von Aluminium aufweist aber dennoch vollständig recycelbar ist, optimal in Verpackungsanwendungen umzusetzen.

 

Haben Sie ein besonderes Lebensmotto?

 

Der Weg zum Ziel geht immer nur einen Schritt nach dem anderen.

 

Nehmen Sie Kontakt auf oder informieren Sie sich über die innovativen Forschungsansätze in den Bereichen Siegel- und Schweißprozesse und Formtechnologien.